© Kirchengemeinde

St. Christophorus Kirche Mackensen

Adresse

Landstraße 2
37586 Dassel-Mackensen

Beschreibung

Mackensen wird als Ort im Jahr 866 in „Traditiones Corbeiensis“ erstmals als Mackanhusen erwähnt, woran der neben der Kirche aufgestellt Findling erinnern soll. Später 1062 und 1144 in Urkunden aus dem Staatsarchiv Münster wird der Ort auch Maccanhusen und Mackenhusen genannt. Über das Datum der Kirchengründung und Namensgebung fehlen bisher gesicherte urkundliche Unterlagen. Aber aus der Chronik von Pastor Brecke sowie einer Notiz eines alten Kirchenbuches ist zu entnehmen, dass “lange Zeit vor der Reformation die Kirche mitsamt dem Turm von einer frommen Stiftung eines Nonnenklosters begründet und gebaut worden ist.“ In den Zeiten der Religionskriege und der Reformation ist das Kloster gänzlich aufgehoben und die Kirche ist an die Protestanten mitsamt ihrem Eigentume übergegangen.“ Alte Flurnamen wie Nonnenstieg und Klosterwiese sind noch Zeugen dieser Zeit . Danach hat die St. Christophorus Kirche vor allem im Innenbereich mehrere bauliche Veränderungen erfahren. Der Baukörper ist in seiner äußeren Form unverändert geblieben. Im etwas niedrigeren Ostbereich der Kirche befand sich ursprünglich der Chorraum, in dem die Nonnen Andachten hielten. Er war durch eine Mauer vom übrigen sakralen Teil getrennt.

Fast 200 Jahre später, 1717, wurde die trennende Wand zwischen „Kapelle“ und Chorraum entfernt und Altar und römische Kanzel aus der „Kapelle“ an die Ostseite des ehemaligen Chorraumes verlegt. Bereits 1594 wurde die Nordempore aufgestellt und 1611 der Turm saniert und in seine heutige Form gebracht (hatte früher einen Zwiebelaufsatz).

1774 erhielt die Kirche eine Orgel, erbaut vom Orgelbaumeister Almus aus Hildesheim. Sie erhielt 1811 an den Außenseiten zwei bemalte Prospekte.

Ab 1971 begannen aufs Neue umfangreiche Renovierungsarbeiten in der Kirche. In mehreren Bauabschnitten wurden Grundmauern trocken gelegt, der Altarraum, das Kirchenschiff und der untere Bereich im Turm umgebaut oder renoviert. Im Zuge der Baumaßnahmen konnten am Altar und Chorraum alte Bemalungen freigelegt, der barocke Altarprospekt und auch der 1811 angelegte Orgelprospekt von Restaurator Diederichs aus Berka restauriert werden. Einige Jahre vorher war das Pfarrhaus, das 1839 für 2200 Taler erworben worden war, verkauft worden. Der Verkaufserlös floss in die Baumaßnahmen in der Kirche und zum Ausbau eines Gemeinderaumes mit Teeküche und Sanitäreinrichtungen im Turm. Bei der Sanierung des Fußbodens im Kirchenschiff sind die Chorstände und Bänke entfernt und gegen Widerstand aus dem Amt für Bau- und Kunstpflege durch Stühle ersetzt worden. Diese Maßnahme hat sich im Nachhinein als sehr vorteilhaft bewährt, da jetzt die Kirche multifunktional zu nutzen ist. So bei größeren Veranstaltungen , wie zum Beispiel bei Gemeindefesten oder dem viele Jahre stattfindenden Mackenser Kulturnachmittag.

Neben dem schon genannten Altar- und Orgelprospekt befinden sich noch weitere wertvolle Inventarstücke im Inneren der Kirche : zwei Taufbecken, bei den Umbauarbeiten im Turm fand man einen schönen alten Taufstein aus rotem Sollingsandstein. Sein Alter wird auf über 700 Jahre geschätzt und er gehörte schon vor der Reformation zum Inventar des Gotteshauses. Nach seiner Restaurierung hat dieser Stein wieder seinen Platz neben dem Altar bekommen. Zwei Kronleuchter aus den Jahren 1732 und 1902 und der im Vorraum sich befindende Opferstock aus dem Jahre 1709 sind hier hervor zu heben. Die 1910 umgebaute Orgel ließ sich nicht mehr reparieren. Um den denkmalsgeschützten und restaurierten Prospekt zu erhalten, entschloss man sich zur Rekonstruktion der 1774 erbauten Orgel. Orgelbaumeister Haspelmath schuf eine neue Orgel nach historischem Vorbild. Mit der Außenbemalung (1981) und der Neueindeckung des Kirchturmes (1997) konnten die sehr umfassenden Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten beendet werden.

Kircheneigenschaften
  • Bei uns findet regelmäßig Gottesdienst statt
Kirchenkontext
  • Gemeindekirche